Bonnie und KLEID

Wie finde ich bloß mein Brautkleid? Kaum eine Braut, die sich das nicht fragt. PERFECT DAY gibt Tipps, wie ihr den Tüll-Dschungel lüftet, um eurer Traumkleid zu finden.


Bedenke die Jahreszeit

Eine Sommer-Braut, die sich unter Lagen von Stoff versteckt, verliert neben Schweiß ganz sicher auch irgendwann ihre gute Laune – keine Option am Hochzeitstag. Ähnlich verhält es sich bei einer Dezember-Braut: Kuschelt sie sich nicht in eine schicke Brautjacke oder wärmt ihre Hände zwischendurch in einem kuscheligen Muff, ist eine Ganzkörper-Gänsehaut das Hauptmotiv eurer Hochzeitsfotos.

 

Lege dein Budget fest

Sich in ein Brautkleid zu verlieben, das sich außerhalb deines finanziellen Orbits befindet, verursacht nur Tränen und Stress. Besser du legst zusammen mit

deinem Bald-Bräutigam vorher fest, wo die Schmerzgrenze liegt. So kannst du dir im Fachgeschäft direkt nur Kleider zeigen lassen, die infrage kommen.

 

Wähle das Kleid passend zum Hochzeitsthema

Gefällt dir etwa der schwarz-weiß-goldene Look der 1920er Jahre, dann brauchst du ein Vintage-Kleid im Gatsby-Look mit Pailletten-Besatz und Perlen-Ketten. Ihr heiratet am Strand? Dann wählst du besser ein leichtes Sommerkleid. Und eine richtig bayrische Hochzeit schreit geradezu nach einem Braut-Dirndl. Gibt es ein festgelegtes Farbschema oder ein Motto, sollte sich dieses in deinem Braut-Look widerspiegeln.

Foto: Kleemeier

Die romantische Braut

natürlich – lieblich – verspielt

Wenn sich in deinem Kleiderschrank feminine Klassiker und verspielte Details den Platz teilen, ist ein Brautkleid in Weiß oder Blush eine gute Wahl. Besonders die A-Linie und der Duchess-Schnitt unterstreichen den Prinzessinnen-Look. Liebliche Details wie Blüten-Applikationen, zarte Spitze und funkelnder Haarschmuck krönen ihn.

Foto: Küss die Braut

Die moderne Braut

modern – minimalistisch – klar

Kein Chichi – klassische Schönheiten können auf üppigen Schmuck und Accessoires verzichten. Ihnen dient ein puristischer Stil mit klaren Linien. Das Kleid steht im Mittelpunkt und sonst nichts. Weich fallende Stoffe umspielen ihre Figur.

Foto: Diamonds by Lilly

Die cleane Braut

geradlinig – willenstark – puristisch

Ein eigener Stil fernab vom Mainstream und ein starker Charakter sollten vom Hochzeitskleid betont werden. Ein zweiteiliger Hosenanzug oder Jumpsuit passen hervorragend – gerne auch in Kombination mit einem Blazer oder einem Hemd. Die coole Braut greift zu kühlen Weißtönen und verzichtet auf üppigen Schmuck und Accessoires.

Foto: Cymberline

Die glamouröse Braut

elegant – stilvoll – luxuriös

Gold symbolisiert Luxus und Metallic-Töne sind auch 2019 noch angesagt. In Verbindung mit zarten Creme-Tönen erhält das Outfit eine elegante Note. Als Finish darf ein Make-up à la Hollywood-Blockbuster nicht fehlen.

Foto: Elisabeth Grace

Die sexy Braut

weiblich – sinnlich – verführerisch

Setzt du deine Weiblichkeit gerne in Szene, passt ein semitransparentes Brautkleid, ein tiefer Ausschnitt oder ein hoher Schlitz im Rock zu dir. Tipp: Achte auf nahtlose Unterwäsche, die sich nicht abzeichnet.

Foto: Brinkmann

Die rockige Braut

ausgefallen – extrovertiert – mutig

Du bist modisch aufgeschlossen und probierst gern mal etwas Neues aus? Ein ausgefallenes Brautkleid mit Fransen oder Federn wäre perfekt. Du kannst aber auch mit Stilbrüchen spielen – eine Leder- oder Jeansjacke, Piercings und Tattoos peppen dein Braut-Outfit auf.

Bleib dir treu

Die Suche nach dem perfekten Hochzeitskleid beginnt man am besten bei sich selbst: Nur wer sich kennt, kann auch ein Kleid finden, das die Dopamin-Zentrale zum Glühen bringt. Die einen mögen es romantisch, die anderen elegant, die nächsten ungewöhnlich. Was einem zusagt, hängt vom eigenen Typ ab. Und auch wenn der Hochzeitstag etwas ganz Besonderes ist, sollte man sich dabei nicht aus den Augen verlieren.

 

Alles über Brautkleidfarben erfährst du hier.

Figur-Typen

A-Form

Merkmale:
kleiner Busen, schmale Taille, breite Hüfte, Po und Oberschenkel

Problemzone:
Po und Oberschenkel

Tipp für die Kleiderwahl:
Betone deine Taille und verzichte auf bauschige Elemente, die deine Hüfte betonen.

H-Form

Merkmale:
Schultern und Hüfte haben die gleiche Breite, kaum Taille, Figur wirkt sehr gerade

Problemzone:
kaum Rundungen

Tipp für die Kleiderwahl:
Ein Prinzessinnenkleid verleiht dir mehr weibliche Rundungen.

O-Form

Merkmale:
breite Schultern, volle Oberweite, größerer Taillenumfang, schmale Hüften und flacher Po

Problemzone:
Bauch

Tipp für die Kleiderwahl:
Wähle einen Rock, der weich fällt.

V-Form

Merkmale:
breite Schultern, kräftige Oberweite, schmale Hüfte

Problemzone:
Schultern

Tipp für die Kleiderwahl:
Ein Neckholder rahmt dein Dekolleté und sorgt für einen guten Sitz. Finger weg von geradlinigen Schnitten.

X-Form

Merkmale:
üppiger Busen, schmale Taille, breite Hüften

Problemzone:
keine

Tipp für die Kleiderwahl:
Enganliegende Kleider betonen deine Rundungen. Ab in HighHeels, sie strecken dich optisch.

Frag dich, ob das Kleid zur Location passt

Bei einer Hochzeit im Ballsaal eines Schlosses darf es ruhig das opulente Märchen-Outfit sein. Heiratet ihr in einem urigen Trauzimmer und feiert im Anschluss im kleinen Kreis, wirkt das Prinzessinnen-Kleid eher deplatziert. Und wer eine ausufernde Partynacht auf der Tanzfläche plant, braucht eventuell einen zweiten tanzbaren Look. Mal dir daher bereits bei der Brautkleidsuche aus, wie ihr in der Hochzeitslocation wirkt und ob beides zusammen passt.

 

Verlass dich auf dein Bauchgefühl

Am Ende entscheidet der Bauch: Das Brautkleid kann auf dem Bügel noch so zuckersüß „Ich bin dein“ flüstern. Ziehst du es über und es zündet nicht direkt ein Glückshormon-Feuerwerk oder rührt dich zu Tränen – dann lass es zurück auf die Stange hängen. Kurz: Sobald du dein Traumkleid trägst, wirst du dich rundum wohl fühlen und wissen, dass du es gefunden hast.

 

Baby on Bord?

Herzlichen Glückwunsch! Heiratest du in den ersten Monaten der Schwangerschaft, mach kein Geheimnis draus. Nur so kann der Schneider dein Kleid optimal anpassen. Bist du schon weiter, greif zum Empire-Schnitt. Es sitzt nur bis unter die Brust eng und geht ab da fließend in eine A-Form über. Dein Bauch ist bereits eine wunderschöne Deko, verstecke ihn daher nicht unter Tonnen von Rüschen. Stattdessen kannst du deinen Look etwa durch einen gerafften Überrock veredeln.

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