Formensprache

Der runde Klassiker, als fließender Wasserfall oder etwas Ausgefallenes – Kein Brautstrauß gleicht dem anderen. PERFECT DAY hilft euch bei der Formenwahl.

von André Dörnen

Biedermeier

Der Biedermeier-Strauß besitzt eine zeitlose Eleganz. Band man die Kugel früher kompakt, kann sie inzwischen auch lockerer ausfallen. Wichtig ist die homogene, symmetrische Form. Dadurch passt er beinahe zu jedem Hochzeitskleid. Je ausladender das Kleid und je größer die Braut, desto größer darf auch ihr Blumenschmuck ausfallen. Der Blütenauswahl sind beim Biedermeier kaum Grenzen gesetzt. Typisch ist auch eine Umrandung aus Blättern oder Papier. Auch Perlen und Satinbänder sind je nach Stilrichtung gern gesehene Deko-Elemente.

Zepter

Das Zepter setzt wie der Biedermeier auf eine runde Form, will jedoch mit den langen Stielen königlichen Charme versprühen. Zepter-Sträuße passen besonders zu schlichten, geradlinigen Kleidern. Als Blumen kommen alle langstieligen in Betracht. Beliebt sind etwa Callas und Rosen. Die Stiele können mit Bändern geschmückt werden.

Armstrauß

Der Armstrauß eignet sich besonders für Bräute mit einem modernen Hochzeitskleid, die eine lässige Alternative zu den üblichen Sträußen suchen. Der Strauß ruht in der Armbeuge, die Blüten zeigen nach Außen. Für den lässigen Look eignen sich Blüten mit langen Stielen wie etwa Calla, Orchideen und Sonnenblumen. Maximal sieben werden zu einer schlanken Form zusammen gebunden – ohne pompösen Grünschmuck. Ein Seidenband in Farbe der Blüten ist möglich.

Wasserfall

Der Wasserfallstrauß wirkt wie eine Kaskade aus Blüten, schmückendem Efeu oder anderen Ranken, die ihm Lebendigkeit verleihen. Durch die nach unten hin angeordnete Bindetechnik, scheinen die Blumen beinahe aus der Hand der Braut herauszufließen. Das wirkt besonders romantisch. Auch Perlen und Bänder können zusätzlichen Glanz bringen. Die Länge des Straußes ist variabel. Auch die Blumenauswahl ist enorm. Wer sich nicht entscheiden kann, greift zu unterschiedlichen, aber zueinander passenden Blüten. Fließende Sträuße kommen besonders bei großen Bräuten zur Geltung.

Tropfen

Die Ausgangsbasis eines tropfenförmigen Strauß ist rund. Anders als der Biedermeier mündet der untere Teil in einer Spitze. Im Gegensatz zum Wasserfallstrauß sind die Konturen deutlicher zu erkennen, die Präsentation wirkt geordneter und die Form weniger lang. Tropfensträuße passen als Blickfang besonders zu langen Brautkleidern mit passender Schleppe. Beinahe alle Blumen kommen für diese Bindetechnik infrage.

Herz

Romantik pur verspricht ein Brautstrauß in Herzform. Extravaganter Blumenschmuck kommt besonders gut zu dezenten Brautkleidern zur Geltung. Kleinere Bräute sollten die Größe des Brautstraußes beachten, damit der Schmuck nicht zu überladen wirkt. Besonders klassisch wirkt ein Herz aus roten Rosen. Damit der Strauß hält, umranden grüne Schlingen, Gräser und Stiele die Blüten in der Mitte. Der Herzstrauß kann ähnlich wie der Tropfenstrauß nach unten hin auslaufen.

Handgesteck und Corsage

Handgestecke und Blumen-Corsagen schmücken den Arm der Braut. Der Vorteil: Die Hände sind frei. Bei beiden Varianten sollte man darauf achten, üppige Blüten mit langen Stielen zu wählen, damit das Gesteck ausreichend Volumen bekommt und nicht mickrig wirkt.

Du willst deinen Brautstrauß behalten,

auf den Brauch des Brautstraußwerfens aber nicht verzichten?

Dann lass noch einen zusätzlichen kleineren Strauß anfertigen

– und ab in die Menge mit ihm.

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