Zehn Shopping-Tipps: Hochzeitsanzug

In aller Regel hat der Bräutigam keinerlei Erfahrung mit Hochzeitsanzügen, das Angebot dagegen ist riesig. Und die Anforderungen sind hoch, denn der Hochzeitsanzug muss zum Kleid der Braut und zum Motto der Hochzeit passen. Er muss die Braut glücklich machen. Er sollte bequem und formschön sitzen, je nach Feier durchaus robust sein. Er darf den finanziellen Rahmen nicht sprengen. Und das Wichtigste: Er muss dem Bräutigam gefallen. Hier sind zehn Tipps für den Kauf.

 

von Florian Brenner

1. Timing:

Langfristige Planung ist elementar: Wer eine Woche vor dem schönsten Tag des Lebens bei H&M ein Hochzeitsoutfit sucht, gerät mit ziemlicher Sicherheit in Panik. Denn soll das Kostüm wirklich gut aussehen und ordentlich sitzen, kommt man um ausführliche Anproben (und etwaige Änderungen) im Fachgeschäft kaum herum. Wer ein halbes Jahr vorher den ersten Besuch plant, kann an die Sache entspannter angehen.

2. Termine:

Wie gesagt, zwischen Tür und Angel kann man sich nicht schick einkleiden. Wer sich im Fachgeschäft (Herrenausstatter oder Brautmodengeschäft) beraten lassen will, der sollte unbedingt einen Termin vereinbaren. Auch der Berater muss sich vorbereiten und eventuell schon ein paar Stücke rauslegen.

3. Keine Hektik bei der Anprobe:

Auch für den Tag der Anprobe sollte man genug Zeit mitbringen, denn Hektik führt zu halbfertigen Lösungen. Und gerade bei der Hochzeit heißt es doch: Ganz oder gar nicht. Also am besten einen Urlaubstag nehmen und die Anproben genießen – macht doppelt Spaß, wenn der beste Freund dabei ist.

4. Ideen sammeln:

Manche Kerle sind einfach echte Modemuffel. Bei diesen Härtefällen ist es natürlich besonders wichtig, vorher Ideen in Sachen Hochzeitsanzug zu sammeln, idealerweise mit der Liebsten. Sonst fängt man bei Null an. Wer komplett ohne eigene Vorstellungen ankommt, sollte mit seinem Berater zunächst mal eine grundlegende Linie erarbeiten, die auch zur Figur passen muss. Denn vor allem das Jackett beeinflusst den Look maßgeblich, nicht jeder Schnitt passt zu jeder Figur. Frack oder Smoking, Einreiher oder Zweireiher, Pink oder Schwarz?

5. Berater aufklären:

Okay, das Brautkleid dürft ihr wahrscheinlich nicht vor der Hochzeit sehen. Aber zumindest euer Berater im Fachgeschäft oder euer Shopping-Partner sollten wissen, in welche Richtung es geht. Denn vor allem am Hochzeitstag seid ihr ein Paar und solltet auch so aussehen. Das ist recht einfach, wenn ihr in der Herrenabteilung des Brautmodengeschäfts einkauft, in dem die Liebste auch das Hochzeitskleid bekommt. Die Braut sollte natürlich auch ihre Wünsche mit auf den Weg geben oder – wenn es für alle okay ist gleich zum Shopping mitkommen.

6. Kumpel mitnehmen:

Wer kennt euch am besten? Ist diese Person kein totaler Einkaufs-Verweigerer, könnt ihr sie bitten, zum Shopping mitzukommen. Idealerweise hat die- oder derjenige auch schon der Braut geholfen und weiß, wie das Brautkleid aussehen soll. Bitte nur nicht gleich die ganze Pokerrunde mitbringen, ein oder zwei Freunde/Verwandte sollten reichen.

7. Entscheidung fällen:

Entscheidungen wollen gefällt werden. Lasst euch beraten. Aber lasst euch nicht überreden. Wenn euch ein Outfit partout nicht gefällt, ist es vielleicht einfach mal Zeit „Nein“ zu sagen. Denn schließlich ist es auch deine Hochzeit. Wer stundenlang hin- und herüberlegt, haufenweise Kompromisse eingeht und am Ende total unsicher ist, wird mit seinem Outfit wahrscheinlich nicht glücklich.

Also: Kante zeigen.

8. Das Drumherum:

Auch um Accessoires, Schuhe, Krawatte, Strümpfe (Socken sind tabu) sollte man sich Gedanken machen. Das Drumherum sollte aus einem Guss sein, auch hier hilft der professionelle Berater weiter. Wenn man Opas Taschenuhr, Vaters Manschettenknöpfe oder Omas Nasenring unbedingt bei der Trauung tragen möchte, sollte man diese Dinge auch zur Anprobe des Hochzeitsanzuges schon mitnehmen.

9. Bequeme Schuhe:

Klar, in erster Linie muss der Auftritt schick sein, zum Outfit der Braut und zum Hochzeitsmotto passen. Steht allerdings ein längerer Fußmarsch an oder wird garantiert stundenlang getanzt, dann müssen die Schuhe bequem sein. Es gibt nichts Schlimmeres als Fußschmerz über den ganzen Abend. Für den absoluten Notfall kann der Trauzeuge ein zweites Paar Schuhe im Auto vorhalten.

10. Du bist wichtig!

Denk immer daran: Es ist ebenso dein Hochzeitstag. Natürlich sollst du deine Zukünftige nach Kräften glücklich machen. Bist du mit dem vorgeschlagenen Outfit unglücklich, dann rede darüber. Wer so viel Zeit und Geld investiert, sollte nicht mit einem schlechten Gefühl nach Hause fahren.

Teilen: